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Ayurvedische Tipps  für heisse Tage

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, nimmt das Pitta (Hitze) in der Umgebung zu. Da der Körper die natürliche Tendenz hat, Ausgleich zu schaffen, reduziert er sein inneres Agni (Feuer). Dies führt zu einer Drosselung der Wärmeproduktion, einer Absenkung des Stoffwechsels und zu einer Reduzierung der Verdauungskraft. Sie kennen es sicher aus eigener Erfahrung: bei Hitze fällt jegliche Aktivität schwerer, und der Appetit ist eher gering. Geben Sie dieser natürlichen Tendenz nach und passen Sie die Ernährung und die Aktivität den äusseren Umständen an.

Essen Sie nur wenig und leicht, wenn Sie wenig bis kein Hunger und Appetit haben. Ihr Körper soll nicht zusätzlich mit schwer Verdaulichem, wie Frittiertes, fettiges Fleisch und sahnigen Süssigkeiten belastet werden. Essen Sie viele reife, süsse, saftige Früchte, meiden Sie die Sauren, Melonen nur alleine geniessen. Lauwarmes Gemüse, gekochte Gemüse- und Gurkensalate und zarte, grüne, bittere Salatblätter mit ein bisschen Zitrone und Olivenöl angemacht sind herrlich zu dieser Jahreszeit, und wunderbare Begleiter beispielsweise zu einem leichten Ziegenkäse oder Fisch. Wenn Sie Fleisch essen, so beschränken Sie sich auf einmal wöchentlichen Verzehr leichter Fleischsorten wie Hühnchen und Pute. Rotes- und Schweinefleisch ist stark erhitzend und schwer verdaulich. Versuchen Sie auch mal aus Linsen, Bohnen, Couscous, Quinoa, Basmatireis, Roter Reis oder Kartoffeln einen vollwertigen Salat zuzubereiten mit vielen frischen Kräutern. Süsse, bittere und astringierende Nahrungsmittel sind Pitta/Hitze senkend. Meiden Sie alle scharfen, sehr salzigen und sauren Gewürze und Nahrungsmittel. Konsumieren Sie vor allem die Gewürze mit Anfangsbuchstaben K, wie Kurkuma, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel und Kümmel. Machen Sie es ausnahmsweise wie die Bevölkerung in den mediterranen Ländern; essen Sie die Hauptmahlzeit abends, wenn es kühler wird, ihr Appetit gesteigert ist und ihre Verdauung wieder besser arbeitet.

Auch wenn Sie das Verlangen nach Eisgekühltem haben, tun sie sich damit keinen Dienst. Im Gegenteil. Der Körper braucht zusätzlich Energie das Gekühlte auf Körpertemperatur zu wärmen. Die Verdauung wird behindert und es werden dadurch Giftstoffe im Körper erzeugt. Falls es doch nicht ohne geht; Glacé und eisgekühlte Getränke nur mind. 1 Std. vor oder nach einer Mahlzeit alleinig konsumieren.

Getränke dürfen kühl sein. Auch ein heisser Pfefferminztee ist durch den Schwitzeffekt kühlend. Alkohol ist zu reduzieren oder zu meiden. Jedenfalls sollte er nicht unter praller Sonne genossen werden. Generell ist Alkohol erhitzend. Insbesondere Whisky, Rum, Brandy, Grappa, Schnäpse usw. und Rotwein. Gönnen Sie sich einen nicht zu sauren, kühlen Weisswein oder ein Bier an heissen Tagen. Alkoholfreies Bier ist wegen seiner bitteren und astringierenden Komponente sogar kühlend und daher zu empfehlen. Zimmerwarmes Mineralwasser, Lassi, Kokosmilch und mit Wasser verdünnte süsse Fruchtsäfte sind die Getränke der Wahl an Hitzetagen. Auch ein langsam getrunkenes Smoothie mit bitteren oder süssen Komponenten zum Frühstück ist ideal, wenn dazu nichts mehr gegessen wird. Wenn Sie viel schwitzen, sollten Sie mindestens einen Liter mehr Flüssigkeit als sonst aufnehmen.

Kokos-, Oliven- und Sonnenblumenöl beruhigt und kühlt die Sonnen verwöhnte Haut. Einfach wenig davon noch in der Dusche auf die nasse Haut einmassieren. So sind Sie weniger ölig und das Öl kann mit dem Wasser emulgieren und gut einziehen. Falls Sie sich einen Sonnenbrand eingefangen haben, ist die allerbeste Massnahme öfters  Aloe Vera aufzutragen (wächst in vielen südlichen Ländern), wenn möglich frisch. Kühles Joghurt, Quark oder Gurkenscheiben aufgetragen, können auch helfen.

Tragen Sie Kleider aus Baumwolle oder kühlender Seide. Die besten Kleiderfarben bei heisser Witterung sind weiss, grau, blau, purpur und grün.  Meiden Sie rot, orange, dunkelgelb und schwarz, die Hitze absorbieren und zurückhalten und Pitta verstärken. Dasselbe gilt auch für die Farbwahl ihrer Bettwäsche.

Ghee – das ayurvedische Nahrungs- und Heilmittel

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Ghee (sprich „Gi“), bei uns auch bekannt als eingesottene Butter oder Butterschmalz, wird seit über 2000 Jahren in Indien, Pakistan, Südostasien sowie im arabischen Raum als einfaches und sehr wirksames Heilmittel erfolgreich eingesetzt. Auch bei uns in Europa wurde von unseren Müttern oder Grossmüttern die eingesottene Butter in der Küche vor allem zum Braten benutzt. Eine klassische Rösti war undenkbar ohne Ghee. Auch in der Ayurveda-Küche wird  Ghee zum Schmoren und Anbraten angewendet. Das goldene Elixier, ist auch von Personen mit Laktoseintoleranz gut verträglich.

Früher als es keinen Kühlschrank gab, in armen Ländern auch jetzt noch, war oder ist es notwendig die Nahrungsmittel auf verschiedene Arten zu konservieren. Durch das Ausschmelzverfahren der Butter wird Eiweiss, Wasser, Milchzucker und Salz vom reinen, später hoch erhitzbaren Butterfett getrennt, und wird anschliessend gefiltert.  Das Butterreinfett kann durch diese Klärung nicht mehr ranzig werden, da der Wassergehalt, der Proteinanteil und Mikroorganismen in der Butter für das ranzig werden verantwortlich sind.

Ghee ist Lebensmittel und Heilmittel in einem. Es wirkt entsäuernd, entzündungshemmend, reinigend und stärkt das Verdauungsfeuer Agni. Auch ist er ein optimaler Nähr- und Wirkstoffträger für Heilkräfte aus Kräutern und Gewürzen. Ghee wird  daher im Ayurveda auch äusserlich und innerlich in unterschiedlichen Zubereitungen medizinisch und therapeutisch eingesetzt, und kommt vor allem bei Pancakarma-Kuren als Hilfe zur Entgiftung voll zum Einsatz. Das Ghee-Trinken soll in erster Linie der Lösung und Ausleitung fettlöslicher Toxine und Schlacken dienen.

Am günstigsten und geschmacklich besten kommt es, wenn Sie Ghee selbst herstellen.

Rezept: 400-600 Gramm Biobutter (ergibt ca. 330-500 Gramm Ghee) langsam in einer Stahlpfanne ohne Deckel von 18-20 cm Breite bei schwacher Hitze schmelzen, und bei niedriger Temperatur 15-20 Minuten köcheln lassen. Spätestens ab dann sollten Sie unbedingt ein Auge auf die Pfanne werfen. Bei Bedarf mit einem Holzlöffel die flüssige Butter umrühren, damit sie nicht anbrennt. Wenn der weisse Schaum anfängt zu verkrusten und das Ghee eine goldgelbe Farbe annimmt, sollten Sie die Pfanne vom Feuer nehmen. Das sehr heisse Butterfett köchelt dann noch circa 5 Minuten ohne Erhitzung weiter. Wenn Sie die Pfanne nicht rechtzeitig vom Herd nehmen, kann der proteinhaltige weisse Schaum gern anbrennen. Warten Sie noch weitere fünf Minuten, damit das Ghee ein bisschen abkühlen kann und filtern Sie durch ein normales Tee- oder Milchsieb die goldenfarbene Flüssigkeit in ein lichtundurchlässiges Gefäss (am besten Porzellangefäss, zum Beispiel eine grosse Tasse mit kleinem Teller oder Holzdeckel abgedeckt), das bei Raumtemperatur aufbewahrt wird.  Der fertige Ghee ist so mehrere Wochen haltbar.

Ayurvedische Verhaltensweisen im Herbst

Der Herbst ist die Jahreszeit des Windes, und somit des Vata-Doshas. Wind oder Vata stehen für Trockenheit, Kühle, Leichtigkeit, Unstetigkeit und auch Rauheit.

Der Mensch ist ein abhängiger Bestandteil der Natur, die wiederum ihren Rhythmus nach der Sonne gestaltet.  Daraus abgeleitet, empfiehlt der Ayurveda mit bestimmten Verhaltensweisen sich diesem Rhythmus der Natur anzupassen, beziehungsweise die natürlichen Einflussfaktoren wie Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Wind und Trockenheit auszugleichen um gesund zu bleiben.

Im Herbst kann es durch nicht angemessene Ernährung, Verhaltensweisen und Aktivitäten zu einer Anhäufung von Vata in Körper und Geist kommen. Ein erhöhtes Vata äussert sich mit kalten Händen und Füssen, Erkältungen ohne viel Schleim, trockene Lippen und Haut, Schlaflosigkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Angst, Unstetigkeit, Verstopfung und Blähungen, oder Gelenkbeschwerden.

Um ihr inneres Gleichgewicht zu bewahren, hält der Ayurveda einige Empfehlungen und Anregungen für Sie bereit.

Vermeiden Sie alles Kalte, insbesondere kalte Getränke und Mahlzeiten die nur aus Salat und Rohkost, oder Sandwiches bestehen. Essen Sie stattdessen leicht gedünstetes Gemüse mit Reis, Nudeln oder Kartoffeln, warme gekochte Gemüsesalate und Suppen.                                                                                                                         Blähende Kohlsorten und generell trockene Speisen erhöhen Vata, können aber von Pitta-Konstitutionen gut verdaut werden. Geben Sie immer entblähende Gewürze wie Kümmel, Kreuzkümmel oder Königskümmel (Ajwain) dazu. Dasselbe gilt auch bei allen Linsen und Bohnenarten. Ein Spritzer Zitrone zu den Hülsenfrüchten, oder ein wenig Wein in den Kohl (insbesondere ins Rotkraut) macht durch den Säuregehalt diese Nahrungsmittel leichter verdaulich.

Kochen Sie saftig und nährend mit genügend Fett um der Trockenheit von Vata etwas entgegenzusetzen. Süsse Wurzelgemüse wie Karotten, Randen, Pastinake, auch alle Kürbisarten schmeicheln jetzt ihrem Gaumen. Verfeinern Sie sie mit Kokosmilch oder einem Klacks Schlagrahm.                                             Benutzen Sie Ghee (eingesottene Butter), die hoch erhitzbar ist. Ghee wird im Ayurveda wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften besonders hoch geschätzt. Siehe auch Ghee – das ayurvedische Nahrungs- und Heilmittel

Versuchen Sie mal zum Frühstück einen warmen Porridge, statt das kalte blähende Müsli. Wenn Sie keine Zeit oder Lust zum Kochen haben, und sich nur mit Brot und „was-der-Kühlschrank-so-hergibt“ verköstigen wollen, toasten Sie das Brot. Das wärmt und unterbricht den blähenden Hefevorgang. Auch ein genussvoll getrunkenes  Glas guter Rotwein ist Vata senkend (nicht bei Wallungen!).                             Gönnen Sie sich besonders in der Vata-Tageszeit 14-18 Uhr, einen schönen warmen Gewürz-Chai, einen Vata-Tee, oder Datteln, Rosinen, Feigen und Mandeln bei Hunger und Lust auf Süsses. Meiden Sie scharfe, bittere Gewürze.                                                           Generell ist ihre Verdauungskraft im Spätherbst und Winter stärker. Nahrhafte Speisen wie Eintöpfe, Nudelgerichte, Aufläufe, Milchprodukte, Nüsse, Mandeln, Geflügel, Fleisch und Eier werden leichter verdaut.

Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Anregende Gespräche, TV oder essen auf dem Weg zu Arbeit  sollten vermieden werden. Danach mindestens 15 Minuten Ruhepause zur Verdauung einplanen. Das beugt Verstopfung und Blähungen vor.

Trinken Sie genügend zimmerwarmes oder heisses Wasser und Kräutertee. Vor allem das regelmässige Trinken von abgekochten heissem Wasser ist jetzt sehr empfehlenswert. Siehe auch> die reinigenden Eigenschaften des abgekochten Wassers.

Meiden oder reduzieren Sie dagegen aufputschende Stimulantien wie Kaffee, Schwarztee und Zigaretten. Aber auch laute aggressive Musik, übermässiges Fernsehen oder zu lange am Stück am Computer, viel  sprechen, Reisen und Stress sind Vata erhöhend.

Tragen Sie Sorge, dass Sie sich beim Sport nicht zu fest verausgaben und ein gesundes Mass an Aktivität und Ruhe einhalten. Neben ausreichendem Schlaf ist die regelmässige Ausübung von Entspannungs- oder Yogaübungen und Meditation ein Schlüssel zu tiefer innerer Regeneration und Erholung.

Versuchen Sie der Unstetigkeit des Windelements Vata mit Regelmässigkeit im Tagesrhythmus zu begegnen. Immer zur selben Zeit die drei Mahlzeiten einnehmen, sich Schlafen legen (am besten 22/23 Uhr) und aufstehen.  Damit haben Sie schon einen regelmässigen Rahmen in ihrem Tagesablauf geschaffen, der oft deutliche Verbesserungen des körperlichen und geistigen Wohlbefindens zur Folge hat.

Ayurvedische Ölmassagen oder Selbstmassagen mit wärmendem Sesamöl nähren die trockene Haut und beruhigen und stärken das Nervenkostüm. Ayurvedische Massagen kräftigen den Kreislauf und Bewegungsapparat, halten die Gelenke geschmeidig, regen das Lymphsystem an und helfen Toxine aus dem Körper zu transportieren.

Meiden Sie Kälte, Wind, Zugluft und Trockenheit. Suchen Sie Sonne und Wärme.

All diese Massnahmen sind besonders für Personen mit den Konstitution Vata, Vata-Pitta, und bei Vata-Störungen geeignet.

Kapha-Konstitutionen und Personen mit einer Kapha-Störung mit Übergewicht oder viel Schleimbildung, sollten jetzt eher anregende Trockenmassagen anwenden. Wenn Sie abnehmen wollen, ist jetzt die beste Zeit dazu. Der Stoffwechsel und das Verdauungsfeuer Agni wird durch den Kontakt mit dem kalten Wind von aussen angefacht. Toxine, Schlacken und überschüssiges Gewicht werden viel leichter „verbrannt“. >siehe ayurvedisches Fasten und Entschlacken

Ayurvedisches Fasten und Entschlacken

Regelmässige Reinigungstage nehmen einen wichtigen und wesentlichen Teil der gesunden Lebensführung im Ayurveda ein. Kurze Fastenkuren, oder entlastende Diättage und reinigende Ausleitungstage, die man sowohl in einem stationären ayurvedischen Kurort als auch zu Hause durchführen kann, regen den gesamten Stoffwechsel an, harmonisieren die Doshas und schenken neue Kraft, Leichtigkeit und Vitalität für Körper und Geist.

Ayurvedische Detoxtage wirken hervorragend auf allen Störungen der Verdauungskraft (Agni) und Kapha ein und regulieren den gesamten Stoffwechsel. Vor allem ist Fasten eine wunderbare Methode, den Körper von abgelagerten Giften und Toxinbelastungen (Ama) zu befreien.

In der ayurvedischen Ernährungstherapie ist Fasten eine der intensivsten Therapiemethoden. Sie sollte v.a. von gesunden Menschen präventiv praktiziert werden, wird aber auch bei einigen Krankheiten als erste Therapieform gewählt, deren anschliessend weitere Behandlungen folgen. Meist sind die Reinigungstage impulsgebend um einen Selbstheilungsprozess in Gang zu setzen, aber auch bei Kapha-Überschuss abzunehmen.

Bei einer Detoxkur nach ayurvedischen Prinzipien steht eine sanfte Entschlackung im Vordergrund. Je nach Konstitution wird auch eine leicht verdauliche reinigende Nahrung zugeführt. Der Körper soll nicht zuviel Kraft durch extreme Ausschwemmung oder Anstrengung verlieren, auch soll das Verdauungsfeuer Agni während der ganzen Kur gut brennen, um angesammelte Stoffwechselschlacken verbrennen und Altlasten ausscheiden zu können. Die darauffolgenden Aufbautage entscheiden massgeblich über den langfristigen Erfolg der Reinigungstage. Um weiter abzunehmen und/oder die Ernährungsgewohnheiten ändern zu können, ist anschliessend eine individuell angepasste Ernährungsberatung angezeigt.

siehe auch> Ayurvedische Entschlackungskur und Gesundheits- & Ernährungsberatung

ayurvedische Hausrezepte bei Erkältungen, Husten und Heiserkeit

Meiden Sie bei den ersten Anzeichen einer Erkältung sämtliche Milchprodukte wie Joghurt, Käse und Milch (Schleimbildung), Alkohol (schwächt das Immunsystem), Zigaretten, Rohkost, alle kalten Getränke, und anstrengender Sport. Gönnen Sie sich soviel Ruhe wie möglich, und entspannen Sie sich in dieser Zeit. Das ist wichtig für die Heilung.

Die besten ayurvedischen Heilmittel gegen Erkältungen sind: Ingwer, Knoblauch,  Kurkuma, Schwarzer Pfeffer, Honig

– Bei Halsschmerzen und Heiserkeit gurgeln Sie mehrmals tgl. mit einer Mischung aus 1 Tasse heiss-warmen Wasser, vermischt mit 1/2 TL Kurkuma und 1/2 TL Salz.

– Folgende Tee-Mischungen lindern die typischen Erkältungssymtome und beschleunigen die vollständige Genesung:

Mischen Sie                                                                                                                         Ingwer, Zimt zu gleichen Teilen mit 2 Teilen Zitronengras oder             2 Teile Ingwer, 3 Teile Zimt und 1 Prise Kardamom

Lassen Sie 1 TL dieser Mischungen etwa 10-15 Min. in 1 Tasse heissem Wasser ziehen. Giessen Sie die Flüssigkeit dann ab, und süssen Sie mit Honig, wenn Sie wollen. Trinken Sie diese köstlichen Tees mehrmals täglich. Sie werden Ihnen helfen, Erkältung und Grippe zu heilen.

– Bei einem trockenen Husten oder einem Husten mit nur geringer Schleimproduktion können Sie 2-3x tgl. eine reife Banane mit 1 TL Honig und 2 Prisen gemahlenen Pfeffer essen.

– Bei einem Husten mit Auswurf ist das einfachste Hausmittel schwarzer Pfeffer. Mischen Sie 1/4 TL des Pulvers mit Honig, und nehmen Sie es nach dem Essen ein. Die erhitzende Qualität von schwarzen Pfeffer ist schleimlösend und treibt den Husten aus. Nehmen Sie dieses Mittel 3-5 Tage lang 1-2x tgl.

– Bei hartnäckigem Husten hacken Sie eine Knoblauchzehe fein, und kochen Sie in einer Tasse Milch. Fügen Sie anschliessend 1/4 TL Kurkuma hinzu.  Diese warme Knoblauch-Kurkuma-Milch vermag die meisten Arten von Husten zu lindern und heilen.

– Bei einem trockenen Reizhusten der länger als 3-4 Wochen dauert, sollten Sie zum Arzt gehen. Dies könnte eine atypische Lungenentzündung ohne  Fieber mit langsamen Verlauf sein.

– Senfbäder heizen Erkältungen richtig ein. Vor allem Schnupfen und Kopfschmerzen werden gelindert. Machen Sie morgens und abends ein Senffussbad. Dafür rühren Sie drei Teelöffel Senfpulver (erhältlich in Drogerie) in drei Liter heisses Wasser und giessen das in eine Plastikschüssel. Wenn die Wohlfühltemperatur (35 Grad Celsius) erreicht ist, baden Sie darin Ihre Füsse etwa zehn Minuten lang. Spätestens wenn es anfängt zu brennen und zu kribbeln, sollten Sie die Senfreste gründlich mit warmem Wasser abspülen.

– Führen Sie bei Schnupfen und vorbeugend ein Nasya durch, indem Sie 2-3 Tropfen Sesam- oder Olivenöl, oder Ghee, mit dem kleinen Finger in den Nasenvorhof einmassieren, und hochschnupfen, um die Schleimhäute gut zu durchfeuchten. Dadurch werden die Nasengänge geschmeidiger, und die bei Erkältungen auftretenden Reizungen sowie das Niesen werden gelindert. Vorbeugend hilft es im Winter, bei den trockenen beheizten Räumen die Schleimhäute zu befeuchten, damit Bakterien keine Chance haben.

– Bei Stockschnupfen führen Sie eine Nasenspülung durch.                     > siehe Artikel einfache Hilfe gegen Heuschnupfenbeschwerden

– 15 Min. abgekochtes heisses Wasser mehrmals täglich trinken, ist eine ausgezeichnete Methode zur Entfernung von Giftstoffen aus dem  Körper und zur Beschleunigung der Genesung von einer Erkältung. > siehe auch die reinigenden Eigenschaften des abgekochten Wassers

Einige Rezepte sind dem Buch „Selbstheilung mit Ayurveda“ von Vasant Lad entnommen

Trinkverhalten im Alltag

In der ayurvedischen Ernährung wird viel Gewicht auf das Verdauungsfeuer Agni gelegt.

Brennt es gut, kann auch schwerverdauliche Nahrung, wie tierische Eiweisse, fettreiches Essen und Rohkost leicht verdaut werden. Ein schwaches Agni gilt als Ursprung diverser Krankheiten und ist eng mit dem Trinkverhalten verknüpft. Daher mein Tipp für den Alltag:

Eine halbe Stunde vor, bis ca. 1 Stunde nach einer Mahlzeit sollte nichts mehr getrunken werden, um die Verdauung nicht zu beeinträchtigen. Wenn Sie vorher genügend warme Getränke zu sich nehmen, werden Sie auch kein Bedürfnis dazu verspüren. Ausnahmen sind ein Glas Wein zum Essen oder ein Espresso direkt nach der Mahlzeit. Versuchen Sie, vor allem in den kühleren Jahreszeiten, nur zimmerwarme oder heisse Getränke zu sich zu nehmen, um Ihr Agni anzuheizen und sich körperlich warm zu halten. Verzichten Sie ganz auf kalte Softdrinks. Damit schaffen Sie die Basis für eine optimale Verwertung von Nährstoffen und ein gutes Bauchgefühl.

siehe auch die reinigenden Eigenschaften des abgekochten Wassers

Einfache Hilfe gegen Heuschnupfenbeschwerden

Jala Neti, die Nasenspülung aus den Reinigungspraktiken vom Hatha Yoga ist ein einfaches Hausmittel, das die Beschwerden von Heuschnupfen und Erkältung erheblich lindern, oder beides im Vorfeld bei regelmässiger Durchführung, sogar verhindern kann.

Mit der Salzlösung werden die Krankheits- oder Allergieauslöser einfach weggespült, die Symptome nehmen ab. Bereits ab Februar sollte man die Nasenspülung als vorbeugende Massnahme,  gegen Heuschnupfenbeschwerden und ab Herbst gegen Erkältungen, täglich morgens durchführen.

Man füllt ein im Fachhandel erworbenes Neti-Kännchen mit einer Meersalz- oder Himalyasalzlösung (auf 1 1/2 dl warmes Wasser ca. 1/4 Teelöffel Salz). Diese Lösung lässt man mit gebeugtem Kopf über dem Lavabo durch ein Nasenloch ein- und durch das andere wieder herauslaufen. Durch Verschliessen des einen mit gleichzeitigem Ausschnauben des anderen Nasenloches im Wechsel befreit man sich von Schleim, Schmutz, Bakterien und Allergieauslösern. Falls noch Wasser in den Nebenhöhlen zurückbleiben sollte, beugt man den Oberkörper nach unten in eine Vorbeuge und bewegt langsam den Kopf hin und her, bis es heraus läuft. Brennt die Lösung wurde zuviel Salz beigemengt. Gibt es eine Druck wie wenn man unter Wasser schwimmt, dann war zu wenig Salz im Wasser.

Zum Abschluss führt man ein ayurvedisches Nasya durch, indem man 2-3 Tropfen Sesam- oder Olivenöl mit dem kleinen Finger in den Nasenvorhof einmassiert um die Schleimhäute gut zu durchfeuchten. Bakterien haben so wenig Chancen zur Vermehrung, die siedeln sich vorzugsweise auf trockenen, und dadurch Abwehr geschwächten Schleimhäuten an.

Falls Sie Probleme bei der Durchführung haben, lassen Sie sich den Vorgang von einer kompetenten Yoga-Lehrerin oder Ayurveda-Therapeutin zeigen.

 

 

Die reinigenden Eigenschaften des abgekochten Wassers

Manche Menschen haben eine trockene Haut und grossen Durst, obwohl sie sehr viel Wasser trinken. Die grundlegende Ursache kann ein zu niedriges Agni (Verdauungsfeuer) sein. Darüber hinaus könnte Ama (Stoffwechselrückstände) den Weg des Wassers zu den Zellen blockieren.

Regelmässig heisses Wasser trinken ist eine einfache ayurvedische Empfehlung. Das gekochte heisse Wasser regt unmittelbar das Verdauungsfeuer Agni an, wodurch die Nahrung bei der Mahlzeit besser verarbeitet und aufgenommen werden kann. Zwischen den Mahlzeiten getrunken kann es überdies die Ausscheidung wasserlöslicher Toxine aus den Dhatus (Körpergeweben) wirkungsvoll unterstützen.

Um die Feuchtigkeitsaufnahme zu unterstützen, ist es empfehlenswert, Wasser nicht zugedeckt ca. 15-20 Min. lang zu köcheln und ggf. durch die Zugabe von Ingwer (im Winter, Frühling, Kapha-, Vata-Konstitutionen), Koriander (im Sommer, Pitta-, Vata-Konstitutionen), oder Kreuzkümmel (im Sommer, Herbst, Vata-Konstitutionen) in der Wirkung zu verstärken.
Frühmorgens vorbereitet, in einer Thermoskanne warm gehalten, sollte man sich alle halben Stunden ca. 1 dl zu Gemüte führen. Noch reinigender wirkt das Wasser, wenn frischer Zitronensaft und evtl. ein Teelöffel Honig (nur unter 70°!) zugefügt wird.

Wieso es wirkt

Durch das Kochen wird das Wasser mit Energie angereichert und gewinnt  an einer Qualität, die im Ayurveda sukshma (=durchdringend) genannt  wird, welche die Reinigung der feinen Körperkanäle durch tieferes Eindringen  in das Zellgewebe ermöglicht.

Das Kochen erzeugt im Wasser eine grosse Anzahl negativ geladener Sauerstoffionen. Diese – geladenen Ionen beginnen das Körpergewebe systematisch zu reinigen und es von  + geladenen Ionen zu befreien, insbesondere diejenigen, die mit hohem Säuregehalt und Toxinen in  Verbindung stehen.  Wenn Sie übergewichtig sind, kann Ihnen dieses Reinigungsverfahren helfen mehrere Kilo Körperabfallprodukte zu verlieren,  ohne starke, unerwünschte Nebenwirkungen.

 

Mit Verwendung von Textauszügen aus www.ayurveda-portal.de und aus dem Buch von Andreas Moritz „Zeitlose Geheimnisse der Gesundheit & Verjüngung“.

Wie bringe ich meinen Winter-Ballast los?

Mit einer Ayurvedischen Detox-Kur bekämpfen Sie ihre Frühjahrsmüdigkeit und reduzieren nebenbei auch noch ein paar Pfunde.

Der Frühling ist da, und wie die Natur hat auch unser Organismus das Bedürfnis nach Erneuerung, Reinigung.

Das Kapha-Dosha ist jetzt vorherrschend und zeigt sich im Hang zu Erkältungen, Schwere, Antriebslosigkeit und Müdigkeit.

In den langen Wintermonaten hat unser Körper viele Schlacken und einige vor Kälte schützende Fettpölsterchen angesammelt, die Schleimproduktion wurde angeregt und unser Verdauungsfeuer wurde mit einer eher schwereren und meist zu vielen Nahrung geschwächt.

Um den Stoffwechsel wieder anzukurbeln, helfen die vitaminreichen jungen Gemüse, Wildpflanzen (z.B. Löwenzahn) und frischen Kräuter mit ihren Bitterstoffen, die jetzt auf den Markt kommen. Viel heisses über den Tag verteiltes min. 15 Min. abgekochtes Wasser mit Ingwer oder Zitrone fördert die Entgiftung und stärkt das Immunsystem. Scharfe Gewürze entschleimen und regen das Verdauungsfeuer so richtig an. Vermeiden Sie Rohkost. Essen Sie viel gekochtes Gemüse mit Reis, und nicht zu spät am Abend. Dampfbäder und Spaziergänge an der frischen Luft unterstützen die Ausleitung der Toxine. Schwere, ölige, kalte, saure, salzige und süsse Nahrung ist jetzt zu meiden. Ersetzen Sie den Powernap durch mehr Bewegung, und essen Sie nur wenn sie Hunger haben.

Wenn Sie entgiften wollen, ist jetzt die beste Zeit für eine mehrtägige ayurvedische Reinigungskur, die Sie zu Hause durchführen können. Neben der Ausarbeitung auf ein individuell auf ihre Konstitution abgestimmter Fastenplan, biete ich Ihnen unterstützend und begleitend zur Kur verschiedene entschlackende und stoffwechselanregende Ganzkörpermassagen an.

Konstitutionelle Dysbalancen werden damit ausgeglichen und der Stoffwechsel wird so richtig angekurbelt um Altes und Unverdautes, Festsitzendes und über den Winter angehäufte Schlacken und Pfunde zu verbrennen und loszulassen.
Frühjahrsmüdigkeit und Antriebslosigkeit können so überwunden werden.

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